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» Einsatz 14.07.2008:

       14.07.2008 18:20 Uhr Kisdorf Segeberger Str. Feuer Groß Alarmübung Pflegeheim Kisdorf
      

    Großbrand im Heim war nur simuliert

    Kisdorf – Das neue Altenpflegeheim der Familie Schröter an der Segeberger Straße war vorgestern Abend Schauplatz einer Großübung der im Amt Kisdorf vereinigten Feuerwehren. Für die Dauer des rund zweistündigen Übungseinsatzes sperrte die Polizei das gesamte Dorfzentrum. Der Verkehr wurde über Nebenstraßen umgeleitet.
      
    Simuliert wurde ein Großbrand mit 29 vermissten Personen. Sie warteten in drei Geschossen des noch nicht vollständig bezugfertigen Gebäudes auf Hilfe. Ursache für den angenommenen Unglücksfall war ein Schwellbrand, der sich aufgrund mehrerer Kurzschlüsse in der Elektroinstallation schnell ausbreitete.

    Kurz nach 18 Uhr wird Alarm ausgelöst. Weniger als fünf Minuten später treffen die ersten Rettungsfahrzeuge der Kisdorfer Feuerwehr am „Unglücksort“ ein. Kisdorfs Gemeindewehrführer Wolfgang Stolze, der den Einsatz leitet, zögert nicht. „Atemschutzgeräteträger Fertigmachen!“, befiehlt er und ordnet das Verlegen mehrerer Schlauchstrecken an.
     
    Feuerwehrmann Jörn Buhmann atmet schwer unter seiner Atemschutzmaske, als er über die Außentreppe in den ersten Stock des zweigeschossigen Gebäudes hastet. Die Sicht in den mit Kunstnebel verqualmten Räumen ist gleich Null.
    Jörn Buhmann kniet nieder und bewegt sich auf Händen und Füßen langsam vorwärts. „Hilfe, Hilfe. Hier bin ich. Helft mir doch!“, hört er und tastet sich in die Richtung vor, aus der die Stimme kommt. Dann entdeckt er Jannis Struck, Mitglied der Jugendfeuerwehr Henstedt-Ulzburg, der einen Verletzten simuliert. Jörn Buhmann packt das in einer Ecke zusammengekauert liegende „Opfer“ unter den Armen und führt es ins Freie.
     
    Noch während Buhmann mit der Suche nach weiteren „Vermissten“ beschäftigt ist, treffen nach und nach die anderen Wehren ein: aus Oersdorf, Hüttblek, Kattendorf, Wakendorf II, Winsen, Sievershütten, Struvenhütten und Stuvenborn. Auch die Amtswehrführung mit der Führungsgruppe eilt herbei.
     
    Mit beeindruckender Schnelligkeit werden rund um das Gebäude Schlauchstrecken verlegt. Insgesamt 2,5 Kilometer.
    Wolfgang Stolze hat die Situation im Griff. Keinen Moment verliert er den Überblick. Das merken auch seine Kameraden. Die Ruhe ihres Chefs und seine präzisen Anweisungen geben ihnen Sicherheit.
    Auch Notarzt Dr. Sandu Deunert aus Kisdorf hat alle Hände voll zu tun. Vorsichtig säubert der Mediziner die künstlichen Brandwunden der inzwischen aus dem Gebäude geretteten „Opfer“, legt Verbände an, misst den Blutdruck und beruhigt mit tröstenden Worten.
     
    Gruppenführer Sönke Hagemann von der Feuerwehr Kisdorf klettert in Windeseile über eine Leiter auf ein Vordach im zweiten Stock. Dorthin haben Kameraden vier „Verletzte“ geschafft. Hagemann sichert diese nun mit Seilen und Haken, damit sie über eine Leiter nach unten gerettet werden können. Danach werden die „Opfer“ mithilfe von Tragen zu einem Sammelplatz gebracht. Nach 45 Minuten ist die Evakuierung des Gebäudes abgeschlossen. Auch der „Brand“ ist gelöscht. Die Wassermassen, die dazu nötig waren, wurden zum größten Teil auf umliegende Wiesen geleitet, um das Gebäude nicht zu beschädigen. Gegen 20 Uhr rollen die Brandschützer  ihre letzten Schläuche zusammen.
       
    Insgesamt waren an der Großübung rund 260 Einsatzkräfte sowie 46 Fahrzeuge beteiligt. Unterstützt wurden die neun Gemeindewehren des Amtes Kisdorf von der Schnellen Einsatzgruppe (SEG) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), von der Jugendfeuerwehr Henstedt-Ulzburg, von den Notärzten Dr. Christoph Albrecht (Hamburg) und Dr. Sandu Deunert (Kisdorf) sowie von der Feuerwehr Kaltenkirchen.
    „Mit dem Ablauf der Übung bin ich sehr zufrieden. Alle Kameraden haben einen tollen Einsatz gezeigt und wussten, was zu tun ist. So kann es weitergehen“, resümierte Amtswehrführer Michael Henning aus Stuvenborn.
     
    Von Alexander Christ / Segeberger Zeitung

    Weitere Bilder: www.feuerwehr-kisdorf.de
      

      
       
     
        

     

       
     
        

     

        
     
        

     

        
     
        

     

        
     
     
     
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